Meilensteine des organisierten Straßenfußball
Die Anfänge 1995-1998
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Dez. 1995 |
Gründung der Harras Bulls |
Mit dem Abkommen von Dayton (USA) wird formell der Bosnien-Konflikt beendet. Über 30.000 Bürgerkriegsflüchtlinge aus dem ehemaligen Jugoslawien leben zu diesem Zeitpunkt in München. Viele davon sind untergebracht in etwa 50 städtischen und staatlichen Gemeinschaftsunterkünften. In der städtischen Gemeinschaftsunterkunft (GU) für Bürgerkriegsflüchtlinge und Asylbewerber in der Bodenehrstrasse am Harras im Münchner Stadtteil Sendling wird von Hans-Peter Niessner und Rüdiger Heid das Fußball-Team „Harras Bulls“ gegründet um damit vor allem Jugendlichen einen Raum für die Entwicklung von Identität, Gemeinschaftsgefühl und sinnvoller Freizeitbeschäftigung zu schaffen. Es ist der leise Beginn einer zu diesem Moment nicht erahnten Erfolgsgeschichte. Die ersten in grün-gelb gehaltenen Trikots begründen die bis heute gültigen Symbolfarben. |
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1996 |
Spiele und Turniere für Teams aus Flüchtlingsheimen |
Im Verlauf des Jahres 1996 werden einzelne Turniere in verschiedenen Flüchtlingsunterkünften Münchens für Jugendliche und Erwachsene organisiert. Memo Arikan, in der Gemeinschaftsunterkunft Weiglstrasse in Münchner Stadtteil Neuhausen tätig, setzt ebenfalls den Fußball für die Integration und das Gemeinschaftsgefühl der Jugendlichen ein. Häufig spontan werden Spiele zwischen den beiden Einrichtungen vereinbart und ausgetragen. Zunehmend wird die Bedeutung des Teamkonzepts für die Arbeit vor allem mit den 12-16 jährigen Jugendlichen deutlich. |
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Herbst 1996 |
Idee einer Liga entsteht |
Die Jugendlichen aus den beiden Flüchtlingsheimen am Harras und der Weiglstrasse suchen den Wettbewerb, wollen nicht nur immer gegeneinander antreten. Memo Arikan diskutiert mit Rüdiger Heid die Idee, eine Jugend-Liga für alle Gemeinschaftsunterkünfte anzubieten und zu organisieren. |
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Dez. 1996 |
Ausschreibung zur Liga-Anmeldung |
Alle städtischen Gemeinschaftsunterkünfte werden eingeladen, Teams für Teilnehmer bis 14 Jahre für eine Liga anzumelden, die im Januar 1997 starten soll. Aus den beiden Gründungseinrichtungen und aus sechs weiteren Heimen kommen Teams zustande. Memo Arikan hat sich beim Schulamt um eine Schulsporthalle in Neuhausen bemüht und bewilligt bekommen. |
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Jan. 1997 |
Liga wird nach erstem Spieltag wieder eingestellt |
Erster Spieltag in der Sporthalle der Grundschule Blutenburgstrasse mit sechs Teams. Die Kinder und Jugendlichen der teilnehmenden Teams halten sich nicht an die Hausordnung, der Hausmeister beschwert sich bei der Schulbehörde, die Nutzung der Halle wird untersagt, das Experiment ist fürs Erste gescheitert. |
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März 1997 |
Sommerliga 1997 startet |
Bundesregierung erklärt 1997 zum „Jahr der Rückführung bosnischer Kriegsflüchtlinge“, Unruhe unter den Bewohnern der Unterkünfte. Rüdiger Heid initiiert das medienpädogisches Filmprojekt „Zurück nach Bosnien“ und beschließt gleichfalls, die Organisation einer Sommerliga von März bis Juli übernehmen und zu steuern. Das städtische Sportamt erklärt seine Unterstützung und stellt jeden einen Platz auf der Bezirkssportanlage Siegenburgerstrasse im Stadtteil Sendling-Westpark zur Verfügung. |
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Juli 1997 |
Finale der ersten Sommerliga 1997 |
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Juli 1997 |
Filmaufnahmen vom Finale |
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Aug. 1997 |
Reise nach Bosnien des Filmteams |
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Herbst 1997 |
Erste Winterliga in Planung, ab jetzt Projektstatus |
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Nov. 1997 |
Erster Spieltag Winterliga 97/98 in der Halle |
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Febr. 1998 |
Finale Winterliga |
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März 1998 |
Erstaufführung des Films „Zurück nach Bosnien“ in Bamberg |
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Weichenstellungen 1998
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April 1998 |
Anfrage von Peter Linden zur WM 98 |
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Juni 1998 |
WM-Aktion unter dem Motto „Bunt Kickt Gut“ |
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Juli 1998 |
„Bunt Kickt Gut“ wird Projektname für die Liga |
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Aug. 1998 |
Projekt unter dem Dach der IG |
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Okt. 1998 |
Ausschreibung Winterliga 98/99 |







































